Das Gelände
Eine über mehrere Täler verteilte Industrieregion
Der Berner Jura ist keine Agglomeration, sondern eine Kette von Ortschaften im Vallon de Saint-Imier, im Tal von Tavannes und in der Region Moutier, getrennt durch Kämme. Diese Geografie ist kein Detail: ein Betrieb kann sein Atelier in einem Tal, sein Büro in einem anderen und seine Kunden in Biel oder in der Deutschschweiz haben. Die innere Distanz wiegt so viel wie die zur Aussenwelt.
Die Wirtschaft ist deutlich industriell, mit alter Uhrengeschichte, deren eine Wiege Saint-Imier ist, und einer starken Spezialisierung auf Werkzeugmaschinen und Mikrotechnik. Man findet dort Hersteller von Produktionsausrüstung, Decolletage- und Präzisionsmechanikbetriebe sowie Zulieferer, die Uhrenindustrie, Medizintechnik und Automobil gleichzeitig bedienen.
Um diesen Kern liegt das Gewebe einer ländlichen Region: Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, Forst- und Tiefbaubetriebe, Bauhandwerk mit weitläufigem Einsatzgebiet, Läden und Nahversorgung für mehrere Dörfer. Der digitale Bedarf richtet sich hier nach dem Gelände, nicht nach der Mode.
Ein Punkt gehört offen gesagt: die Mobilnetzabdeckung ist in den Tälern und Waldzonen ungleich. Jede App für Feldteams (Aufnahmen, Baustellenverfolgung, Kontrollen, Einsätze) muss vollständig offline funktionieren und später synchronisieren. Eine für städtische Verhältnisse gedachte Lösung scheitert dort in der ersten Woche, und dieser Fehler kostet viel, wenn er erst nach der Lieferung auffällt.
Schliesslich ist der Berner Jura der französischsprachige Teil des Kantons Bern. Die Betriebe arbeiten auf Französisch, verkehren aber mit einer zweisprachigen Kantonsverwaltung und mit häufig deutschschweizerischen Auftraggebern. Diese besondere Lage erklärt, dass die Deutschfrage hier über Dokumentation und institutionellen Austausch kommt und nicht über die lokale Kundschaft.
Werkzeugmaschinen und Mikrotechnik
Hersteller von Produktionsausrüstung, Präzisionsmechanik, Decolletage. Lange Zyklen, komplexe Geschäfte, internationale Kundschaft.
Am häufigsten gefragt: Auftrags- und Produktionsverfolgung nach Mass und eine mehrsprachige technische Website.
Uhren- und Medizintechnikzulieferung
Betriebe, die Uhrenindustrie, Medizintechnik und Automobil bedienen. Nachvollziehbarkeitsanforderungen, die je nach Branche variieren.
Am häufigsten gefragt: Losnachverfolgung und Qualitätsdokumentation anstelle der Tabellen.
Bau und Tiefbau
Betriebe mit weitläufigem Einsatzgebiet, deren Teams jede Woche zwischen mehreren Tälern wechseln.
Am häufigsten gefragt: Digitalisierung der Offerten und eine Baustellenverfolgung, die ohne Netz funktioniert.
Landwirtschaft und Lebensmittel
Betriebe, lokale Verarbeitung, regionale Wertschöpfungsketten. Viel Papier und wachsender Direktverkauf.
Am häufigsten gefragt: Automatisierung der Belegerfassung und eine einfache Website für den Direktverkauf.
Handel und Nahversorgung
Läden, Garagen, Praxen und Dienste, die von einem zentralen Ort aus mehrere Dörfer versorgen.
Am häufigsten gefragt: lokale Sichtbarkeit pro versorgtes Dorf und automatisierte Terminvergabe.
Gemeinden und Institutionen
Gemeindeverwaltungen, Schulen und Institutionen einer Region, in der viele Dienste interkommunal sind.
Am häufigsten gefragt: echte Barrierefreiheit, Hosting in der Schweiz und Onlineformulare.